Archiv der Kategorie: Nachdenkenswertes

Gartenbücher und Gartenwirklichkeit

Die drei kurzen Sonnentage, dann meldete sich der Winter zurück und ich muss mir die Wartezeit auf den Frühling schon wieder mit Gartenbüchern vertreiben. Lesens- und sehenswert sind die gerade erschienenen DVA-Gartenbücher „Ein Garten voller Lebensfreude und Ernteglück“ von TV-Gärtner Karl Ploger und der Fotografin Ursel Borstell sowie „Ein Garten für alle Sinne“ von der Gartenjournalistin Bettina Rehm-Wolters undder Fotografin Manuela Göhner. Diese Bücher sind eine wahre Inspirationsquelle. Doch angesichts der vielen Gärten in den Einfamilienhaus-Siedlungen, in denen eintönige Rasenflächen das Bild dominieren, scheint es mit den Gartenbücher ebenso zu sein, wie mit den vielen Kochshows im Fernsehen: Man schaut sich die Spitzenköche zwar gern an, aber dann werden  Fertiggerichte … Weiterlesen

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Lesen und planen

Was für ein Vergnügen: An einem regenfreien Nachmittag konnte ich mal wieder in der Erde graben. Wie habe ich das vermisst! Um in der gartenfreien Zeit keinen Frust aufkommen zu lassen, lese ich Wladimir Kaminers Geschichten über sein „Leben im Schrebergarten“ und seinen Kampf mit dem Bundeskleingartengesetz und gehe die Kataloge von Biogartenversendern durch. Die Sortenvielfalt erschlägt mich fast. Welche Kartoffelsorte, welche Tomaten, welche Mangoldart, welche Bohnen, welche Radieschen, welchen Fenchel, …? Es ist schon eine Qual mit der Wahl… ! Aber noch muss ich mich ja nicht entscheiden.

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Fit für den Winter

So, mein Garten ist winterfest und kann nun während der Winterruhe genügend Kraft für das nächste Frühjahr sammeln. Die Blätter vom Rasen habe ich auf den Beeten ausgebracht. Schließlich sind die Laubhaufen ein idealer Platz für einige tierische Gartenhelfer wie zum Beispiel die Regenwürmer, die das Laub zersetzen. Darüber hinaus habe ich Äste aufgeschichtet, um Igeln und Kröten einen willkommenen Unterschlupf für einen ungestörten Winterschlaf zu bieten.

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Ohne Ehrgeiz betrieben…

… gibt es bald keinen Garten mehr, meint Jens Jessen,  Feuilletonchef der Zeit, in seinem Artikel „Der Terror der Pflanzen. Warum Gärtner keine Pazifisten sein dürfen” vom 24. Mai 2012. Auch wenn ich es nicht so martialisch ausdrücken würde, der Mann – das zeigt mir die Erfahrung meines ersten Gartenjahres – hat leider recht, wenn er schreibt, dass „es nämlich nicht so ist, dass entspanntes Gewährenlassen schließlich ein harmonisches Gleichgewicht erzeugt. Von der Abrüstung profitieren immer nur Giersch, Brennnessel oder ein unklug eingeschleppter Bambus, sie fressen den Garten, wie es nicht einmal die skrupellose Schnecke kann …”. Bei mir sind es neben Giersch und Ackerwinde Goldrute und eine blau blühende … Weiterlesen

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Übergriff

Wie sehr habe ich mich auf die Ernte meiner Paprika und Chilis gefreut. Wie groß war die Enttäuschung und das Entsetzen, als ich in meinen Garten kam und feststellen musste, dass Fremde über den Zaun gegriffen, die Pflanzen aus der Erde gerissen und sämtliche Paprika- und Chilischoten abgerupft hatten. Noch schwerer als der Verlust der Pflanzen wiegt die Angst vor weiteren Übergriffen in meinen Garten. Und diese Angst, die meine unbeschwerte Freude an meinem Garten trübt, werde ich wohl so schnell nicht los…

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Zum Ende des Sommers

Mit der Ernte geht mein erstes Gartenjahr fast zu Ende. Da kann man schon ein wehmütig werden. Doch andererseits mache ich schon viele Pläne, wie ich den Garten im kommenden Jahr weiter umgestalten möchte. Außerdem müssen noch die Fassade  meiner Gartenlaube zu Ende und die Pergola komplett gestrichen  sowie Sträucher und Bäume beschnitten werden.  Genau die richtige Arbeit für schöne Herbsttage. Und wenn’s zwischendurch einen Schauer gibt oder es zu kühl wird, mache ich es mir in meiner  Laube mit einem heißen Tee gemütlich…

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Was Gärten erzählen

Wenn ich durch unsere Kleingartenkolonie spaziere, weckt der eine oder andere Garten meine Neugier und ich mache mir Gedanken über die Gründe, warum diese Gärten so sind wie sie sind. Und manchmal muss ich mich nicht allein mit meiner Phantasie begnügen, sondern erfahre die wahren Geschichten dieser Gärten. Es sind Geschichten von zerbrochenen  Beziehungen, verlorenen Träumen oder aber von starken Frauen, die ihren Traum vom Garten engagiert und konsequent umsetzen.

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Die Tage des Gärtners – vom Glück im Freien zu sein…

…so heißt ein Buch, das Jakob Augstein im Hanser Verlag veröffentlicht hat. Das Buch kenne ich – noch! – nicht, aber der Titel drückt meine Empfindungen aufs Beste aus. In meinem Garten werde ich ganz ruhig und zufrieden. Das Gedankenkarussell in meinem Kopf hört auf sich zu drehen. Beim Anblick meiner Rosen und blühenden Stauden geht mir das Herz auf, beim Unkraut jäten vergesse ich die Welt um herum. Und wenn Rücken und Knie schmerzen, recke ich mich und lege eine Tee- und Lesepause ein.  Packe ich dann am Abend meinen Rucksack mit selbst gezogenem Gemüse und Beeren, zehre ich auch zu Hause noch lange vom Glück im Freien gewesen zu … Weiterlesen

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Erste Erfolge

Noch einmal  muss ich Elizabeth von Arnim zitieren, die Autorin bringt meine Gedanken, Gefühle, Hoffnungen und Ängste beim Gärtnern einfach genau auf den Punkt: Demut und größte Beharrlichkeit scheinen fast genauso notwendig beim Gärtnern wie Regen und Sonnenschein, und jedes Mißlingen muß als Sprungbrett für Erfolgversprechendes dienen. (Elizabeth und ihr Garten) Auch wenn sich zwischen Idee und Verwirklichung immer mal wieder eine große Diskrepanz zeigt, gibt es doch Erfolgversprechendes zu sehen und zu berichten. Ein blühendes Frühjahrs-Staudenbeet. Und ich habe meine ersten selbstgezogenen Radieschen geerntet und bin begeistert, wie gut sie schmecken.  

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Geduldsprobe

Je mehr ich in meinem Garten pflanze und aussäe, umso stärker empfinde ich wie Elizabeth von Arnim: Ich wußte im letzten Jahr noch rein gar nichts über Gartenarbeit, und in diesem Jahr weiß nur wenig mehr, doch ich habe eine leise Ahnung, was getan werden könnte … … und habe gelernt, dass ich mich  in Geduld üben muss und die Harke nicht vorschnell ins Beet werfen darf, wenn meine Gartenarbeit nicht gleich von blühendem Erfolg gekrönt wird.

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